1996 lernte ich im Chat einen wunderbaren Lektor im Econ-Verlag kennen. Als wir uns darüber unterhielten, dass im Internet auf Teufel komm raus geflirtet wird, schlug er mir vor, ein Buch über dieses Thema zu schreiben. Habe ich natürlich gerne gemacht, wer würde dazu schon nein sagen? Ein Jahr später, 1997, wurde es veröffentlicht.
Weil die Rechte längst und vollständig bei mir liegen, erlaube ich den kostenlosen Download und die Verbreitung der PDF. Ich würde empfehlen, es zu lesen, weil die meisten von Euch wahrscheinlich gar keine Vorstellung davon haben, wie Social Media und das Internet allgemein im Jahr 1996 allmählich die „Personal Computer" erobert haben. Damals war Social Media noch eine echte Pionierleistung — nur dass damals noch alle von „Cyberspace" und dem „Information Highway" sprachen. Besonders das Kapitel über Social-Media-Sucht (ab Seite 24) dürfte auch heute noch überraschend aktuell wirken.
„Natürlich wird darunter Ihre Arbeit leiden. Entweder Sie haben es geschafft, Ihr Suchtmittel am Arbeitsplatz hoffähig zu machen, dann bleibt alles andere liegen und Sie sind höllisch auf der Hut, daß Sie Ihre uferlosen Online-Zeiten irgendwie erklären können. Oder Sie haben Ihren Account privat und nur zu Hause. Dann werden Sie morgens übernächtigt und mit roten Augen im Büro erscheinen …"
Aus dem Kapitel über Online- und Social-Media-Sucht — geschrieben zu einer Zeit, in der Psychologen das Thema substanzenfreie Sucht noch für esoterisches Geblubber hielten.
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